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Sahra Wagenknecht: NACH der Finanzkrise ist VOR der Krise!

Sahra Wagenknecht: NACH der Finanzkrise 2008 ist VOR der nächsten Krise!

Sahra Wagenknecht am 13.09.2018: Die Finanzkrise von 2008 ist im Kern ihrer Ursachen bis heute nicht überwunden!

Crash mit enormen Auswirkungen, die bis heute nicht überstanden sind:

  • 40 Billionen USD Vermögenswerte wurden vernichtet.
  • Die Vernichtung großer (spekulativer) Vermögen wurde verhindert. Man hat das Platzen der Finanzblase durch öffentliche Steuer-Gelder und neues Zentralbankgeld verhindert.
  • Durch viele Billionen USD Steuergelder (“öffentliche Hand”, alles Steuerzahler) zur “Rettung der systemischen Banken” wurden an bestimmten Stellen große Vermögen geschaffen (“Geld verschwindet nicht. Geld wechselt immer nur den Besitzer.”) Weltweit hat sich seit der Finanzkrise 2008  die Zahl der Dollar-Milliardäre bis 2018 verdoppelt!
  • viele Millionen Menschen verloren ihr Arbeitseinkommen
  • viele Millionen Menschen (vor allem in den USA) verloren ihre Wohnungen

Die Ursachen der Finanzkrise haben sich teilweise sogar verstärkt.

1) Ergebnis einer jahrzehntelangen neoliberalen Politik (beginnend mit den 1980er Jahren), durch die Ungleichheit vergrößert wurde, Vermögen und Schulden schneller anstiegen als die weltweite Wirtschaft.

Politik der Umverteilung von Arm zu Reich, der Privatisierung von Gemeinvermögen.

Auf der einen Seite verdient ein kleiner Teil viel mehr Geld als er verbraucht, häuft große Vermögen auf. Auf der anderen Seite verdienen viele Menschen weniger als sie eigentlich benötigen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, und sich deshalb verschulden.

2) Deregulierung der Finanzmärkte mit der Idee “Staat soll sich nicht einmischen, Finanzmärkte regeln sich selbst”, “der Markt richtet”. Vernünftige Regeln für die Finanzmärkte und bestimmte Spekulationen wurden  abgebaut.

Finanz-Stabilität betrifft die gesamte Gesellschaft und gesamte Wirtschaft und muß deshalb ein “öffentliches Gut” sein! Wir brauchen auf Gemeinnützigkeit verpflichtete Banken und keine “Zockerbuden”.

Die Reaktion auf die Finanzkrise war eine Potenzierung der Ursachen der Krise!

Die “EURO-Rettung” nach der Finanzkrise 2008 durch Steuergelder der Staaten, was im Kern wieder eine “Banken-Rettung”, verstärkte die fehlerhafte Finanzpolitik.

Heute sind in vielen Finanzmärkten erneut Blasen festzustellen, von denen die Besitzer von Vermögen profitieren.

  • Aktien
  • immobilien

Die Ungleichgewichte werden sich irdendwann wieder Bahn brechen, spätestens wenn die Zinsen wieder steigen.

Politikversprechen nach der Krise 2008 wurden nie eingelöst

(1) Keine Bank darf so groß seindass sie wieder Staaten erpressen darf.“ (Angela Merkel, 2008)

Die Bankenkonzentration weltweit, in Europa und in Deutschland wurde größer.

Die Großbanken wurden sogar noch größer. (Die Deutsche Bank fusionierte mit der Postbank. Die  Commerzbank fusionierte mit der Dresdner Bank. Eine Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank steht heute auf der Tagesordnung).

(2) Nie wieder sollen Rettungsgelder für Banken fließen. Es braucht Regularien, daß man nie wieder Banken retten muß.

Das wurde gebrochen mit der “Griechenland-Rettung”, das eine Bankenrettung war.

Die Bankenunion in Europa ist heute die “institutionalisierte Bankenrettung”. Hier nimmt man die Bank-Aktionäre (8%) und die Sparer (mit ihren Guthaben über 100.000 €) in die Haftung und der Rest wird selbstverständlich von den EU-Staaten “gerettet”. Der Bankenrettungfonds von etwa 50 Milliarden reicht bei einem Bankencrash überhaupt nicht.

(3) Versprechen auf dem G20-Gipfel 2008: Es soll in Zukunft “keinen Finanzmarkt, keinen Finanzakteur und kein Finanzprodukt” ohne Aufsicht geben.

  • Die neuen Banken-Regularien verhinderten nicht, daß z.B. die Deutsche Bank heute ein riesiges toxisches Paket im Derivatebestand hat, wo keiner weiß, was damit passiert. (IWF 2016: Die Deutsche Bank ist die  „riskanteste Bank der Welt“.
  • Gefährliche Geschäfte wurde in den “Schattenbanken-Sektor” (Hedgefonds, große Vermögensverwalter wie Black Rock usw.) verlagert. Diese haben eine Größe und Macht erreicht, die weit über die Situation 2008 hinausgeht. Sie verwalten zirka 70 Billionen Euro Vermögenswerte. Allein Blackrock ist an über 17.000 Firmen beteiligt. Diese Finanzakteure sind eng mit dem Bankensektor verflochten, aber jeder Kontrolle entzogen.
  • Die Superreichen sind an den öffentlichen Aufgaben immer weniger beteiligt. Schattenfinanzplätze (siehe Panama Papers, LuxLeaks) werden von den Reichen ohne Transparenz und Kontrolle genutzt.

Die Top-20 Vermögensverwalter der Welt

Quelle: Investment & Pensions Europe 2017

Die Brandstifter der Finanzkrise wurden zu Löschen beauftragt

Daß keine Regulierung des Finanzsektors nach der Finanzkrise 2008 stattfand, hat zum Großteil damit zu tun, daß mandie Branstifter beauftragte, das Feuer zu löschen”.

  • Wer entwarf die Gesetze zur Bankenrettung in der BRD?
  • Wer hat die Bankenrettungsbehörde in der BRD beraten?
  • Wer hat die Risikoanalyse für die Bankenrettung in Irland, Griechenland, Großbritannien, Zypern gemacht?

Noch eine solche Krise übersteht die Gesellschaft nicht

“Noch eine Finanzkrise wird die Demokratie nicht überleben. weil die Menschen das Vertrauen in die Politik verloren haben.” (Sahra Wagenknecht)

Wer soziale Stabilität und Wirtschaftlichkeit will,

  • der muß die Finanzmafia entmachten,
  • der muß die Erpressungs-Macht riesiger Finanzkonglomerate, riesiger Vermögensverwalter, großer Banken, großer Rating-Agenturen gegenüber der Politik aufheben,
  • der muß die Bestimmungs-Macht dieser Finanzkräfte gegenüber der Politik verhindern.

Wie kann man die Finanz-Mafia entmachten, um elementare Zukunftsfrage besser zu beantworten?

  1. Anerkennung der Finanzstabilität als ein “öffentliches Gut”, das nicht privaten Spekulanten, Renditejägern und Zockern verfügbar ist, weil daraus immer eine Erpressungmacht gegenüber der Gesellschaft und der Wirtschaft resultiert: Gemeinwohl orientierte öffentliche Banken (Form der Sparkassen/Volksbanken)
  2. Wirkliche Regulierung des Finanz-Systems: “Finanz-TÜV” für Finanzprodukte nach realwirtschaftlichem Sinn zur Verhinderung obstruser Spekulationsobjekte.
  3. Entzug des “Spielgeldes” der Finanz-Mafia zur Verringerung der finanziellen Ungleichheit in der Gesellschaft (durch Lohnsteigerung, Reichenbesteuerung)
  4. Privatisierung der Rente rückgängig machen

https://finanzmarktwelt.de/finanzkrise-sahra-wagenknecht-mit-hochinteressantem-vortrag-video-102705/

Finanzielle Selbstverteidigung: Sicherung Deines Privatvermögens durch Krisenwährungen

Das alte private Welt-Finanzsystem ist so zerstörerisch und selbst so todkrank, daß es wegen Unheilbarkeit mit einem gewaltigen Crash zusammenbrechen muß bzw. zerstört wird. Seit der letzten Finanzkrise 2008 wird das System nur noch künstlich am Leben erhalten. Die Folgen des anstehenden Zusammenbruchs und eines Neustartes der Finanzwelt sind verheerend in den verschiedenen Hinsichten. Jedenfalls werden die privaten Vermögen davon massiv betroffen sein (noch einschneidender als die Währungsreformen 1923 und 1948 in Deutschland).
Deshalb rette sein privates Vermögen, wer noch kann, mit finanzieller Selbstverteidigung in Krisenwährungen. 11 verschiedene Möglichkeiten werden hier aufgezeigt.

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