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Deutschland verschläft die Krypto-Revolution

Verschläft Deutschland die Krypto-Revolution?

Blockchain in Entwicklung und Kryptos in Anwendung

Viele Anwendungen der innovativen Blockchain-Technologie sind noch in der Entwicklung oder sogar in der Planung für die Zukunft.

  • Die Blockchain-Technologie bietet große Chancen für viele neue Geschäftsmodelle bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft..
  • Neben den Chancen birgt die neue Technologie einige Risiken,  vor allem durch die Mißbrauchs-Möglichkeiten.

Nur im Bereich der Kryptowährungen hat sich seit 2009 in der Anwendung der Blockchain viel getan. Bitcoin und andere Kryptoanwendungen basieren auf einer Verschlüsselungstechnik, mit der Eigentumswerte im Internet eindeutig und sicher übertragen werden können. Der Handel mit den über 2000 verschiedenen Kryptos entwickelt sich dynamisch. Der Gesamtmarkt von Bitcoin, Ethereum, Ripple und anderen Kryptos  hat einen Wert von über 240 Milliarden Euro (Coinmarketcap.com). Die erste Kryptowährung Bitcoin durchläuft ihren Lebenszyklus mit den üblichen Hochs und Tiefs. Das nötige Ökosystem der Kryptowährungen wird schnell breiter und besser. Immer mehr FinTech- und BigTech-Unternehmen drängen auf den Weltmarkt. Die Alltagstauglichkeit der Verwendung von Kryptos steht jetzt auf der Tagesordnung.

Kryptos werden “erwachsen”

„Der Markt ist nach zehn Jahren erwachsen, und die Stimmen der Kritiker sind deutlich leiser geworden.“ (Oliver Flaskämper, Geschäftsführer Bitcoin.de)

Die Nachfrage nach Kryptos ist stark gestiegen.

  • Das Handelsvolumen der Kryptowährungen ist gestiegen
  • Große Vermögensverwalter und Fonds  nutzen Bitcoin & Co. immer mehr  als alternative Anlageklassen (Assets), um ihr Portfolio zu sichern und zu diversifizieren
  • Institutionelle Investoren steigen jetzt in den Kryptomarkt ein. Dabei wird weitere Dynamik erwartet, wenn der Vermögensverwalter Fidelity in den USA seinen “Trading Desk” realisiert. Die Vontobel Bank aus der Schweiz hat das Marktvolumen des Bitcoin-Partizipationszertifikats deutlich angehoben.

Gründe für den aktuellen Preisanstieg des Bitcoin:

Die aktuelle Wertsteigerung des Bitcoins (und anderer Kryptos) ist ein “Ventil” von Anlegern durch die Wirkung US-politischer Aktionen auf das weltweite Wirtschafts und Geld-System. Inzwischen wirkt sich schon ein Twitter-Tweed von Donald Trumpf hier aus.

(1) Problem: Durch den Handelskrieg zwischen China und den USA (Strafzölle) können Währungen wie der chinesische  YUAN Turbulenzen bekommen. Durch die aufgenommenen Hauptnachrichten darüber steigen die chinesischen Anleger aus dem Fiat-Geld aus und deponieren ihr Geld in Kryptos, vor allem Bitcoin.

Durch die Nutzung der verbliebenen Macht des USD bzw. amerikanischen Petrol-Dollars gab es bereits finanzielle Wirkung auf nationale Währungen der Türkei, des Iran oder von Venezuela.

(2) Lösung: Der Bitcoin entzieht sich jeglicher politischer oder staatlicher Kontrolle, ist dezentral und hat mit Strafzöllen nichts zu tun. Deshalb flüchten Anleger in den dezentralen und unregulierten Bitcoin. Dabei geht das Interesse auf Bitcoin als die erste und bekannteste Kryptowährung.

Immer mehr Akteure in der Finanzwelt erkennen das Potenzial digitaler Währungen. Zumindest zeigt man für die zugrunde liegende Blockchain-Technologie Interesse, die Geldtransfers ohne Einfluß von Zentralbanken oder Finanzministern und Kreditinstituten ermöglichen. Allerdings steht der Bitcoin auch in der Kritik, weil beim Errechnen der Kryptowährung auf Computern (sogenanntes Schürfen oder Mining) viel Energie verbraucht wird.

Bitcoin ist wahrscheinlich nur der Pionier für die digitale Revolution. Viele weitergehende (evtl. bessere) technische Lösungen werden diskutiert, erprobt und eingeführt.

Deutschland könnte mit seinen Kompetenzen Wesentliches für die Entwicklung dieser digitalen Revolution beitragen

  • als das Land der Ingenieure und Techniker,
  • als das Land der Normierung,
  • als das Land des Datenschutzes,
  • als das Land des Verbraucherschutzes,
  • als das Land der (technischen) Zuverlässigkeit und Genauigkeit,
  • als das Land der klaren (rechtlichen) Rahmenbedingungen.

Zurückhaltung der Regierenden in Deutschland gegenüber Kryptos

Klare staatliche Rahmenbedingungen für die Innovationsfähigkeit als auch für die Sicherheit im Bereich der Kryptos sind erforderlich. „An den Finanzmärkten hat Vertrauen einen besonderen Stellenwert. Dazu gehört der Schutz vor Betrug, Geldwäsche und dem Missbrauch von Kundendaten.“ (Danyal Bayaz, BRD-Grünen-

Doch die Regierenden in Deutschland interessieren sich offenbar nicht angemessen für den weltweiten Trend der Kryptos oder zumindest der Blockchain.

Die deutsche Regierung werkelt bereits seit zwei Jahren ergebnislos an einer nationalen Blockchain-Strategie. Der Koalitionsvertrag der GroKo beinhaltete dies, um die digitale Wirtschaft zu fördern. Mehr als ein einfaches Positionspapier konnte bisher nicht erreicht werden.

Die deutschen Regierenden wollen

  • der neuen Kryptowelt (erst) einen rechtlichen Rahmen verschaffen;
  • kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Bitcoin und Co. (“Geldwäsche” und andere “betrügerische Aktivitäten”) verhindern;
  • ein international koordiniertes Vorgehen im Umgang mit Krypto-Assets erreichen, da diese global und international handelbar sind.

Die Regierungs-Opposition kritisiert die Untätigkeit bzw. das mangelnde Tempo der Bundesregierung,

  • Die Unentschlossenheit und mangelnde strategische Weitsicht der Bundesregierung erhöhen die Risiken.
  • Durch fehlende Rechtssicherheit für innovative Ansätze (bezüglich Geldwäsche oder Betrug mittels Blockchain)  droht “die Gefahr, dass die Blockchain auf den klimaschädlichen und extrem spekulativen Bitcoin reduziert wird“ (Danyal Bayaz, Bündnis 90/Die Grünen im Finanzausschuss des Bundestages).

Die deutsche Wirtschaft kritisiert auch die sachliche Unfähigkeit der Regierenden im Bereiche diesen technischen Neulandes digitaler Währungen und Blockchain-Anwendungen.

Aus einer Antwort des BRD-Finanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von FDP-Experte Frank Schäffler:

  • „Der weltweite Umfang der Geldwäsche durch Kryptowerte bewegt sich nach Einschätzung der Bundesregierung im unteren einstelligen Prozentbereich des Gesamtumfangs der weltweiten Geldwäsche.“
  • „Der BaFin liegen keine Informationen vor, dass es zu Cybervorfällen auf Handelsplattformen für Krypto-Assets in Deutschland gekommen ist. Dies gilt auch für Marktmanipulationen.“

Die unklaren oder fehlenden staatlichen Rahmenbedingungen sind für den Ruf des Finanzstandortes BRD schädlich: “Das regulatorische Umfeld hat sich nicht gebessert, außer dass es jetzt nach acht Jahren ein Positionspapier der Bundesregierung gibt.“ (Oliver Flaskämper, Geschäftsführer des führenden deutschen Kryptohandelsplatzes Bitcoin.de)

Deutschland geht technologisch bergab

Wenn die Führung des deutschen Landes nicht schnell Entscheidungen trifft, dann wandert die junge, aber dynamische Blockchain-Wirtschaft ins Ausland ab.

Die Bundesrepublik verliert (absichtlich?) in einem weiteren technischen Bereiche der Zukunft den geopolitischen Wettbewerb und hinkt anderen hinterher.

Andere EU-Länder (wie zum Beispiel Malta) verabschiedeten Gesetze und unterstützen aktiv die Entwicklung ihrer Krypto- und Blockchain-Unternehmen.

  • Deutschland könnte eine aktive Führungsrolle bei Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie einnehmen.  Statt dessen re-agieren die Regierenden nur.
  • Das behindert jedoch die Entfaltung neuer Geschäftsmodelle und Innovationen.
  • Das schadet potenziell auch den Verbrauchern in der BRD.
(Graphik-Quelle: https://www.welt.de)

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