Jeder Mensch in der BRD hat durchschnittlich rund 1,2 Lebensversicherungen,
– um Geld für das Rentenalter anzusparen (Altersvorsorge),
– um den Bau oder Kauf eines Wohnhauses abzubezahlen (Immobilienfinanzierung),
– um Geld zu sparen (Sparvertrag),
– jedoch nicht zur „Versicherung des Lebens“.

KLV-Bestand D

Struktur des Vertragsbestandes in der deutschen Lebensversicherung im Zeitraum der Jahre von 1990 bis 2014 nach der Versicherungsart bzw. nach der Art der abgeschlossenen Hauptversicherung. Zum 31. Dezember des Jahres 2014 belief sich der Bestand an Lebensversicherungsverträgen auf insgesamt rund 88,3 Millionen, der Anteil abgeschlossener Kapitalversicherungen lag bei 39,7 Prozent.

(Quelle: statista.de)

Lebensversicherungen sind ein legaler Betrug.

Der „Bund der Versicherten“ hat in Deutschland schon in den 1980er Jahren die Kapitallebensversicherung (KLV) als legalen Betrug charakterisiert.
Daraufhin wurde dieser Bund der Versicherten vom Verband der Lebensversicherer verklagt.
Das Landgericht Hamburg entschied jedoch, daß der Bund der Versicherten Recht in dieser Sache hat (Az 74 047/83)!

Lebensversicherungen sind längst ein Auslaufmodell.

Begründung:
Der Garantiezins ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken:

  • Bis Juni 2000 noch 4 %.
  • Anfang 2007 auf 2,25 % gesenkt.
  • Januar 2012 auf 1,75 % gefallen.
  • 2015 bei 1,25 % angekommen.

Bewertung:
Das wurde vor Jahren von vielen Menschen nie für möglich gehalten, weil sie dem Staat und den Versicherungs-Unternehmen VERTRAUTEN.
Das alles wurde staatlich sanktioniert und mit Gesetzen genehmigt.
Spätestens ab 2007 wurde der Zins aus KLV von der Inflation des Staats-Geldes neutralisiert.

Konsequenzen:
In Zukunft wird das auszuzahlende Kapital von der Preis-Teuerung zu einem erheblichen Teil aufgezehrt.
Es droht sogar die totale Kapital-Vernichtung!

Kapital-Lebens-Versicherungen haben (meist verschwiegene) Nachteile

1) Die Garantieverzinsung erhält der „Versicherung-Nehmer“ nicht auf die volle Lebensversicherung-Prämie.
Jedes Versicherungs-Unternehmen nimmt sich ihre Verwaltungskosten, die Vermittlerprovision und den sogenannten „Risikoanteil“ (Versicherung gegen den Tod des Versicherungsnehmers) heraus. Der Rest wird „verzinst“ und ist damit der eigentliche Sparanteil.

2) Versicherungsnehmer, die nach 2004 eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen haben, müssen erhebliche Teile der geringen Erträge der KLV als Steuer an den Staat abgetretenwerden (wie auch bei privaten Rentenversicherungen).
Bei Auszahlungen des Kapitals vor seinem 60. Geburtstag, werden alle Gewinne der KLV mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.
Bei Auszahlungen nach dem 60. Geburtstag, wird die Hälfte der Erträge versteuert.
Die Altersversorgung ist damit in Gefahr.

3) Die Erträge werden nicht allein vom Garantiezins beeinflußt, sondern auch von derBeteiligung an den Überschüssen des Versicherungsunternehmens. Diese Beteiligung gibt es natürlich nur dann, wenn das Unternehmen gut mit den anvertrauten Kundengeldern gewirtschaftet hat. In den letzten Jahren war es zunehmend die Ausnahme, daß die Überschußbeteiligung höher war als der Garantiezins.
Diese Überschussbeteiligung legt die Lebensversicherung jährlich selbst fest – je nach wirtschaftlichen Ergebnis.
Bei fondsgebundenen KLV kann der Versicherungsnehmer sogar sein Geld verlieren, weil das Kapital aufgrund der Investition in Investmentfonds nicht garantiert ist.

Kapital-Lebens-Versicherungen sind Kapitalvernichtungs-Versicherungen

Vor Kurzem wurde im deutschen Versicherungsaufsichtsgesetz der Paragraph 89 neu geschaffen.
Dieses Gesetz erlaubt den Lebensversicherungs-Unternehmen, Auszahlungen an die Kunden zu stoppen, wenn die Geschäftslage das erfordert!

VAG § 89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen (Versicherungsaufsichtsgesetz) (1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen (…) Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. (…) (2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. (…) Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

Konsequenzen:
– Es ist schon ein Betrug genug, daß der Kunde an sein in Jahrzehnten erspartes Geld nicht herankommt.
– Aber zusätzlich muß der Versicherungsnehmer per Gesetz auch noch seine Beiträge weiterzahlen!
In diesem Dokument wird das Unglaubliche vom „Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik“ belegt.
– Für all jene, die ihr Haus mithilfe einer Kapitallebensversicherung finanzierten: Wenn das Versicherungsunternehmen die Auszahlung des Geldes am Ende der Laufzeit von z.B. 25 Jahren (gesetzlich unterstützt) stoppt, kann die Hypothek bei der finanzierende Bank nicht getilgt werden und die Bank wird das Häuschen zwangsversteigern.
Diese Menschen haben dann als Versicherungsnehmer Jahrzehnte lang umsonst Beiträge für ihre Kapitallebensversicherung gezahlt (bzw. meist erpresserisch für die Gesamtfinanzierung zahlen müssen), damit sie zum Schluss auch noch ihre Immobilie verlieren.

Es kommt noch schlimmer:

„2015 könnte eine Zeitenwende für die Lebensversicherer einleiten. Denn nicht nur der Garantiezins sinkt in diesem Jahr auf 1,25 Prozent. Die Mehrzahl der Versicherer kappen auch ihre Überschussbeteiligungen. Nach einer Studie des Analysehauses Morgen & Morgen für Handelsblatt Online lassen nur 12 von 70 untersuchten Gesellschaften ihre Zinsen konstant. Keine Gesellschaft erhöht ihre laufende Verzinsung.“ (Handelsblatt, 15.01.2015)

  • Der „Ergo Versicherung“  sind nicht nur (angeblich) Berechnungsfehler bei 350.000 Lebens- und Rentenversicherungen unterlaufen, sondern das Versicherungsunternehmen hat aufgrund der Tiefstzinsen das klassische LV-Geschäft einstellt.
  • Auch die marktführende Allianz-Versicherung erklärte im Handelsblatt, auch bei KLV das Handtuch zu werfen.
  • Analysten gehen davon aus, dass 40% der LV-Versicherungs-Unternehmen 2016 Verlusteschreiben werden
  • Viele Versicherungs-Agenten und Versicherungs-Makler sind davon betroffen!

Kapital-Lebens-Versicherungen sind

  • ein menschenverachtendes „Geschäft“,
  • ein durch den Staat gesetzlich geregelter Betrug an Abertausenden Menschen,
  • eine Maßnahme zur Geld-Vernichtung der Menschen.

Ressourcen zum Thema KLV:

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