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Kryptogeld

Geldkrise, Blockchain und Kryptogeld

Prof. Dr. Thomas Mayer – auch Befürworter von Kryptogeld

Prof. Thomas Mayer ist Volkswirtschaftler und Ex-Chefökonom der Deutschen Bank, Banker bei Goldman Sachs, Internationaler Währungsfonds, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute. Er durchlief mit der Finanzkrise 2008 seine persönliche Denk-Krise mit dem Ergebnis neuer Betrachtungen des Geldes und Finanzwesens.

Kryptowährungen haben viele Vorteile gegenüber dem bestehenden Geld-System:

Gegenüber dem Schaffen immer neuen Geldes im gegenwärtigen Geldsystem (Giralgeld als Schatten des gesetzlichen Zahlungsmittels = Banknote)

ist Kryptogeld ein Direktgeld, das nach einem mathematischen Algorhythmus (Rechenformel) geschaffen wird und damit genau festlegt, wieviel Coins entstehen sowie maximal bestehen (Geldmenge). Zusätzlich ist das Kryptogeld für jeden völlig transparent.

Kryptowährungen wie Bitcoin stellen im Anfang zunächst ein Mittel zur Wertaufbewahrung dar und sind damit im Preis schwankend. Deren Wert steckt aber nicht in Euro oder Dollar ausgedrückt, sondern in Waren des täglichen Bedarfs wie Brot, Bier, Butter. Diese Werschwankungen ergeben sich, weil die Menschen in Euro, Dollar, Schweizer Franken denken und darauf sich die Preise für Waren und Leistungen entstehen. Wenn jedoch die Menschen das Vertrauen in diese alten Papier-Währungen verlieren, beginnen die Menschen in anderen Einheiten zu denken. Dann ist es unwichtig, wieviel beispielsweise ein Anzug in Euro kostet, sondern in Bitcoin. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden wichtige Waren des täglichen Bedarfs auch nicht in der unsicheren und unsteten Reichsmark gemessen, sondern sie wurden in Zigaretten gemessen: Anzahl von Zigaretten für ein Brot.

Das bedeutet: Wenn das bestehende Geldsystem in eine größere Vertrauenskrise durch den nächsten gewaltigen Crash kommt, dann werden alternative Währungen wie Kryptowährungen die Funktion der Wertaufbewahrung erfüllen und die des Tauschmittels Waren gegen Geld und der Rechnungseinheit mit der die Menschen Güter bewerten.

Das Vertrauen gegenüber der „basisdemokratisch“ geregelten Währung (Miner, transparente Blockchain), die keine Banken als „Geldschöpfer“ und Geldüberträger mehr brauchen, kommt aus der Bitcoin-Gemeinde (Community) als eine „Glaubensgemeinschaft“ (Thomas Mayer). Momentan ist es noch eine relative kleine Gemeinschaft, die an die Währung Bitcoin glaubt. Nach Prof. Mayer Aber im Krisenfall ist die Schaffung einer virtuellen Goldwährung nach dem Muster des Kryptogeldes mit Herstellung und Handel über Blockchaintechnologie eine ernste und sachliche Lösung.

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